Alleinsein I
- Annette Rümmele

- Oct 11
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Lesen ist eine Möglichkeit, sich abzuschießen oder auch wieder aufzutauchen.
Auf bessere, andere oder wie auch immer geartete Zeiten zu warten, ist sinnlos und ermüdend.
Ich besorge Bücher und verschlinge sie oder ich stelle sie in den Schrank, weil sie mich doch nicht interessieren.
Meine Sehnsucht, meine Suche ist gnadenlos. Ich verstehe mein Umfeld nicht. Werde ich nicht gefragt oder habe ich verlernt, das Bedeutsame zu hören?
Ich bin viel zu viel allein, will das aber sein. Weil ich weinen kann, wann ich will, ohne mich rechtfertigen zu müssen. Weil ich Schmerzen haben kann, ohne sie zu verschweigen. Weil ich laut sein kann, obwohl ich äußerlich schweige.
Bücher haben ein Ende, mein Leben bisher nicht. Es geht immer weiter und weiter und weiter.
Und das ist gut so.



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